Kunsttherapie - Wenn Worte nicht reichen
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Tanita Eder, die als kreative Prozessbegleiterin intuitive Kunst-Workshops für Geschwister herzkranker Kinder leitet.
Wenn ein Kind mit einem angeborenen Herzfehler in einer Familie lebt, gehört mehr zum Alltag als Arzttermine und Operationen: Angst, Sorgen, Wut, Unsicherheit und manchmal auch Gefühle, für die es schlicht keine Worte gibt. Das betrifft nicht nur die herzkranken Kinder selbst – auch Geschwisterkinder erleben häufig belastende Situationen, stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück oder möchten ihre Eltern nicht noch zusätzlich belasten. Genau hier setzt kreatives Arbeiten an. Denn Gefühle müssen nicht immer über Sprache ausgedrückt werden. Malen, Gestalten und andere kreative Prozesse können einen Raum schaffen, in dem Kinder ihre Erfahrungen und Emotionen auf ihre ganz eigene Weise erkunden und ausdrücken können.
Wir sprechen darüber, was hinter dem Ansatz der Kunsttherapie steckt, warum kreatives Gestalten gerade für Kinder hilfreich sein kann und was „intuitives“ Gestalten eigentlich bedeutet. Außerdem geht es um die Frage, wie kreative Prozesse auch herzkranken Kindern selbst helfen können – etwa bei der Verarbeitung von Krankenhausaufenthalten, Untersuchungen oder belastenden Erfahrungen. Und natürlich wird es ganz praktisch: Was können Eltern zu Hause anbieten? Braucht es dafür besondere Materialien oder künstlerisches Talent? Wie können Eltern auf Bilder ihrer Kinder reagieren, ohne sie zu interpretieren? Und wie gelingt es, aus dem kreativen Gestalten nicht gleich die nächste Fördermaßnahme zu machen?
Eine Folge über Kunst, Gefühle und Selbstwirksamkeit – und darüber, dass manchmal ein Bild dort anfangen kann, wo Worte aufhören.
💬 Wir sprechen über: • Was Kunsttherapie eigentlich ist und was kreative Prozessbegleitung leisten kann • Warum Kreativität in belastenden Lebenssituationen hilfreich sein kann • Was „intuitives Gestalten“ bedeutet • Warum Kinder Gefühle manchmal leichter kreativ als sprachlich ausdrücken können • Wie kreatives Arbeiten Geschwister herzkranker Kinder unterstützen kann • Welche Möglichkeiten es auch für herzkranke Kinder selbst gibt • Wie Eltern kreative Räume für ihre Kinder schaffen können • Konkrete Ideen und Übungen für zu Hause • Warum Eltern die Bilder ihrer Kinder nicht vorschnell interpretieren sollten • Warum beim kreativen Gestalten nicht das Ergebnis, sondern der Prozess im Mittelpunkt steht
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Redaktion: Nina Schwarzbauer, Anna Fouani, Linda Röß Ton & Postproduktion: Nina Schwarzbauer
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Transkript anzeigen
00:00:05:
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zum Kinderherzen-Podcast, dem Podcast von und für Eltern und Familien herzkranker Kinder.
00:00:14: Mein Name ist Nina Schwarzbauer, ich bin Journalistin und selbst Mama eines Sohnes der mit einem komplexen Herzfehler zur Welt gekommen ist.
00:00:21: Und weil ich weiß wie viele Fragen, Unsicherheiten und Herausforderungen im Leben mit einem chronisch-herzkranken Kind aufkommen, hole ich mir in jeder Folge fachkundige Antworten von Expertinnen und lasse mich von den Erfahrungen anderer Familien inspirieren!
00:00:35: Meine Gäste beantworten mir und euch in diesem Podcast unsere Fragen rund um den Alltag mit Herzkrankem Kind, machen Mut und zeigen Wege auf.
00:00:43: Mit den besonderen Herausforderungen unserer Kinder umzugehen.
00:00:46: Schön, dass du heute dabei bist!
00:00:52: Hallo und herzlich willkommen zu unserem neuen Folge-Kinderherzen-Podcast.
00:00:57: Ich sitze heute zusammen mit Tanita Eder.
00:00:59: Sie leitet als kreative Prozessbegleiterin intuitive Kunstworkshops für Geschwisterkinder am Deutschen Herzzentrum München Und uns beschäftigt heute die Frage wie Kunst und insbesondere die intuitive Kunst heilsam für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen Herzfehler und deren Angehörige sein kann.
00:01:18: Liebe Tarnita, danke, dass du dir heute Zeit für unser Interview nimmst und herzlich willkommen im Kinderherzen-Podcast!
00:01:23: Hallo alle zusammen – ich freue mich sehr da zu sein.
00:01:26: Danke für die Einladung!
00:01:28: Ja, du hast ein internationales Postgraduate Diplom in Art Therapy and Community art.
00:01:36: Du arbeitest heute unter anderem mit intuitiven Kunstprozessen.
00:01:40: Nimm uns doch mal mit, was machst du genau und wie bist du dazu gekommen?
00:01:44: Sehr sehr gerne!
00:01:45: Also ich komme eigentlich aus dem klassischen Designbereich und Kreativität und Psychotherapie hat mich aber schon immer total begeistert.
00:01:52: Und irgendwann bin ich darüber gestolfert, dass man diese Themen auch verbinden kann und habe gedacht okay cool.
00:01:57: Dann mache ich da eine Weiterbebildung nebenbei und hab dann in Barcelona dieses Postgraduate Diplom gemacht vor zwei Jahren und jetzt eben die ersten Workshops auch gegeben so ein bisschen... begleitend und unterstützend nebenbei.
00:02:12: Und ich finde einfach dieses Thema total faszinierend, wie man mit Kreativität, mit Kunst, mit intuitiven Ausdruck Emotionen sichtbar und erlebbar machen kann und auch so ein bisschen anders ausdrücken kann als in einer klassischen Gesprächstherapie beispielsweise.
00:02:29: Und jetzt machst du hier eben Kunstworkshops für Geschwisterkinder von herzkranken Kindern?
00:02:36: Was
00:02:37: Passiert da, wie kann man sich das vorstellen und was erleben die Kinder in diesen Workshops?
00:02:43: Super schöne Frage.
00:02:45: Wir hatten uns die Frage gestellt, wie wir eben auch die Angehörigen eigentlich mehr mit einbeziehen können und insbesondere den Geschwisterkindern und Kindern einen geschützten Rahmen und geschützen Raum irgendwo schaffen können Sie mal wichtig sind und sich ausdrücken dürfen.
00:03:01: Und ihre Emotionen, die sie vielleicht sonst nicht in Worte packen können, ja eben sichtbar erlebbar machen und so ein bisschen für sich vielleicht auch transformieren können.
00:03:13: Das ist natürlich je nach Alter immer so ein bissel unterschiedlich.
00:03:15: Ein fünfjähriges Kind ist jetzt noch nicht so weit reflektiert zu sagen ich habe meine Wut transformiert wohingegen einen Teenager da vielleicht schon ganz anders mit umgeht.
00:03:26: Und da haben wir einfach verschiedene Ansätze, verschiedene Themen.
00:03:30: Verschiedene Altersklassen auch die wir ansprechen möchten und ja von kleinen Kindern, die mit Eltern kommen bis Teenagern, die dann für sich sind und einfach auch mal so ein Space haben über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen oder die eben in Form von Kreativität und Kunst auszudrücken und so ein bisschen für sich greifbar zu machen.
00:03:55: versteht man eigentlich unter Kunsttherapie.
00:03:58: Also was unterscheidet so einen therapeutischen Kunstprozess von dem klassischen?
00:04:04: Ich mal mein Bild?
00:04:05: Ja, also vielleicht vorne weg.
00:04:08: es geht überhaupt nicht darum dass man am Ende ein schönes Ergebnis hat.
00:04:12: und das Schöne an Kunst Therapie im Kontrast jetzt auch zur klassischen Gesprächstherapies ist, dass wir ein Medium zusätzlich haben, was quasi so eine Bindeglied ist zwischen Person und Therapeut und durch die Kunst eben Emotionen ganz anders transformieren können oder auch sichtbar machen können, uns damit auseinandersetzen können.
00:04:33: Und im Endeffekt den Prozess des Kreations, dem Prozess der Erschaffens eigentlich nutzen können um ja auch einfach mal Raum zu schaffen für gewisse Emotionen, für gewissige Gefühle, für die es vielleicht sonst keine Worte gibt.
00:04:49: Das ist so der grundsätzliche Ansatz davon Wobei immer wichtig ist, dass der Prozess wichtiger ist als das eigentliche Ergebnis.
00:04:57: Was natürlich jetzt insbesondere bei Kindern eine, ich würde sagen, eine Mischform ist.
00:05:02: Wir haben im ersten Workshop Mutmonster gestaltet und da ging es dann auch darum ein süßes Mutmonst damit nach Hause nehmen zu können.
00:05:10: Aber ja so der Gedanke von Kunsttherapie eigentlich
00:05:15: Und was?
00:05:17: Passierte in uns, wenn wir kreativ werden.
00:05:20: Also warum kann das jetzt in schwierigen Lebenssituationen hilfreich sein?
00:05:26: Ich glaube insbesondere weil es ein anderes Medium gibt als einfach nur alles... Erklärende Worte sozusagen packen zu müssen.
00:05:36: und gerade bei Kindern, das manchmal auch so ein bisschen schwierig ist sich zu erklären oder so'n Gefühl wirklich benennen zu können.
00:05:43: Und da es einfach der Gedanke von Flowzustand, von Kreativität, von irgendwie auch so diesem Ausprobieren entdecken über verschiedene Materialien, Farbenformen dem ganzen Ausdruck zu verleihen einen ganz anderer als jetzt zu sagen du fühlst dich grade wütend warum und das irgendwie erklären zu müssen.
00:06:08: Du sagst es gerade eben, man muss es nicht erklären?
00:06:11: Ist es
00:06:11: aber Ziel, das zu verstehen, was da in mir passiert?
00:06:15: oder geht's darum gar nicht?
00:06:16: Gerade jetzt auch kleinere Kinder, wo ich sagen würde, die können es sowieso schwierig verbalisieren, aber ja doch sehr grob ... Also so, ich fühle mich grade gut oder nicht?
00:06:28: gut Ist das Ziel des Ganzen, dann am Ende doch Worte für etwas zu finden oder Zugang zu was zu haben?
00:06:38: Was ich davor nicht hatte.
00:06:39: Oder geht es wirklich rein um den kreativen Prozess?
00:06:42: Also meistens fühlen wir uns schon besser wenn wir's ausgedrückt haben und wenns in irgendeiner Form mal aus uns rausgekommen ist sozusagen also wenn wir durch Hände, durch Gestaltung, durch Farben und Formen das so ein bisschen durchlebt aber auch losgelassen haben.
00:06:58: Es kann hilfreich sein, darüber zu sprechen und es zu deuten.
00:07:02: Und auch ein bisschen reinzuinterpretieren.
00:07:04: Es kann aber genauso gut stehen gelassen werden.
00:07:08: Ich glaube das ist so ein erwachsenes rationales Denken manchmal dass wir immer versuchen alles zu definieren und zu erklären und zu benennen Und das ist eigentlich das Schöne an diesem kreativen Ansatz zu sagen, vielleicht muss es gar nicht immer passieren.
00:07:22: Vielleicht ist auch okay, es jetzt einfach damit stehenzulassen und wir fühlen uns trotzdem besser wenn wir den Raum verlassen.
00:07:29: Also dass es so ein bisschen individuell auch immer.
00:07:32: die einen wollen darüber erzählen was sie sich dabei gedacht haben in der Kreation.
00:07:36: Die anderen sagen ok ne ich lass es einfach so stehen aber mir geht's jetzt irgendwie besser und Das darf auch irgendwie alles sein.
00:07:45: Fühlst du dadurch durch diesen Prozess in irgendeiner Art und Weise, also so dass du sagst, denk doch mal an Ereignis XY.
00:07:53: oder denk mal darüber nach wie du jetzt wenn ich dieses Beispiel nochmal nehme.
00:07:58: Dieses Mutmonster nimmst.
00:08:02: was soll das für dich da sein?
00:08:03: Was soll es für dich darstellen?
00:08:05: oder in welchen Situationen könntest du das brauchen?
00:08:07: oder lässt du alles offen?
00:08:10: Auch da ein bisschen unterschiedlich in der individuellen Kunsttherapie würde ich jetzt individueller auch darauf eingehen und natürlich dann das alles durchsprechen.
00:08:20: In der Gruppe ist es so ein bisschen offener, leichter sage ich mal auch einfach damit jeder irgendwie seinen Space hat und nicht am Ende die tiefgründigsten Themen auf den Tisch geklatscht werden.
00:08:32: Aber es ist schon so, dass man beispielsweise wenn jetzt ein Kind eine Wutwolke malt und sehr erboßt ist.
00:08:40: Und auch sagt ich bin hütend, das man dann darauf eingehen kann zum Beispiel zu sagen okay was beobachtest du in deinem Bild?
00:08:46: Was ist vielleicht überraschend?
00:08:48: Was braucht denn diese Wut Wolke jetzt verleicht und dann malt vielleicht das Kind einen ergänzenden Regenschirm der diese Wutt Wolke schützt und im Endeffekt fühlt sich dadurch besser weil es irgendwo das Bewusstsein hat.
00:09:00: ok ich brauche einfach Sicherheit brauchen gewisse Schutz, ich darf um Hilfe fragen vielleicht auch.
00:09:06: Also das hängt immer so ein bisschen vom Thema ab.
00:09:10: jetzt in unserem Mutmonster Workshop haben wir uns zu Beginn wirklich erstmal so ein bißchen zusammengesetzt, die Augen zugemacht und einfach überlegt was bedeutet ein Mut für uns.
00:09:20: Und wer könnte gerade in unserem Umfeld Mut gebrauchen?
00:09:22: Vielleicht das Geschwisterkind vielleicht wir selber, vielleicht die Mama und davon ausgehend dann eigentlich zu sagen okay für wen will ich vielleicht dieses kleine Mutmonster jetzt kreieren?
00:09:33: wie darf es aussehen was darf das mit sich bringen und wem kann ich das vielleicht auch mitbringen danach.
00:09:42: Intuitive Teil daran, weil jetzt hast du ja gesagt es kommt nicht aus Ergebnis an und das muss jetzt nicht unbedingt schön sein am Ende.
00:09:50: Aber ich würde mal behaupten auch
00:09:52: Kinder
00:09:53: haben ja schon relativ früh eine Vorstellung davon wie Dinge zu sein haben.
00:09:58: kann man sich da komplett davon lösen?
00:10:01: Ja.
00:10:04: Also da war ich selber überrascht, auch so in meinem Prozess.
00:10:07: Mein Hintergrund ist schon dass ich eher perfektionistisch bin und sehr früh gelernt habe sehr erwachsen zu sein und zu funktionieren.
00:10:14: Und ich durfte lernen wieder kreativ zu spielen und meine Fantasie zu nutzen und eben nicht vorne weg zu wissen wie das Ergebnis eigentlich sein wird.
00:10:23: Und was ich so spannend finde ist, dass selbst wenn man ein Thema vorgibt zu sagen wir kreieren einen Mutmonster oder wir basteln eine Gefühls- und Gedankenbox.
00:10:33: Dass im Endeffekt die Teilnehmer dann trotzdem immer etwas ganz Eigenes daraus machen.
00:10:38: also die Mutmonstar.
00:10:39: Ich hatte so zwei drei Beispiel Monsterchen gebastelt, die ich mitgebracht habe und bin eigentlich davon ausgegangen jeder möchte dann auch solche Monster basteln Und genau das Gegenteil war der Fall.
00:10:49: Es wurden kein Wölkchen gebastet, es wurden Define gebaut und Weifische kreiert.
00:10:55: Dann dachte ich mir, dass was dann das intuitive Individuelle reinbringt und ebenso diese Momentaufnahme auch ist.
00:11:03: Weil auch wenn ich jetzt sage eine Gefühlslandschaft kreieren wir beispielsweise... Dann ist es bei der einen Person Strand, bei den anderen Personen vielleicht ein tiefer dunkler Wald.
00:11:14: Bei der dritten Person ein Meer.
00:11:17: Es kann ganz unterschiedlich sein und das ist dann so der intuitive Teil von dem
00:11:22: Ganzen.".
00:11:25: Hundert Sekunden Herzwissen Wenn Gefühle keine Worte haben.
00:11:32: Warum kann es manchmal so schwer sein zu sagen was genau wir eigentlich fühlen?
00:11:37: Und warum kann ein Bild plötzlich etwas ausdrücken wofür wir keine Werte finden?
00:11:42: Unsere Gefühle entstehen nicht in einem einzigen Emotionszentrum.
00:11:46: Beteiligt ist ein ganzes Netzwerk im Gehirn, unter anderem die Amygdala der Hippocampus, Bereiche des präfrontalen Cortex und die sogenannte Insular.
00:11:56: Sie verarbeiten emotionale Bedeutung Erinnerungen Körperempfindungen und unsere Bewertung einer Situation gemeinsam.
00:12:03: Dabei läuft vieles schneller ab als unser bewusster Verstand es erfassen kann.
00:12:08: Unser Gehirn bewertet Reize, Erinnerungen und körperliche Signale fortlaufend ohne dass wir jeden einzelnen Verarbeitungsschritt bewusst wahrnehmen.
00:12:17: Erst ein Teil davon gelangt in unser Bewusstsein und kann dann überhaupt in Worte gefasst werden.
00:12:23: Das kennen wir aus dem Alltag.
00:12:25: Wir fühlen uns plötzlich unwohl
00:12:26: angespannt
00:12:27: oder traurig wissen aber zunächst gar nicht genau warum.
00:12:31: Unser Körper und unser Gehirn haben möglicherweise schon auf etwas reagiert, bevor wir die passende Erklärung dafür gefunden haben.
00:12:38: Und hier kann Kunst einen besonderen Zugang schaffen!
00:12:42: Bei Malen, Gestalten oder Arbeiten mit Farben und Formen nutzen wir nicht nur Sprache und bewusstes Nachdenken – Wir beziehen Wahrnehmung, Bewegungen, Körperempfinden, Vorstellungskraft und Erinnerungen mit ein.
00:12:54: Dadurch können auch Inhalte sichtbar oder spürbar werden, die wir sprachlich zunächst nur schwer greifen können.
00:13:01: Gerade für Kinder ist das interessant.
00:13:03: Sie müssen nicht sagen können, ich habe Angst vor der nächsten Operation.
00:13:07: Vielleicht malen sie einen riesigen roten Kreis ein kleines Kind ganz allein oder etwas ganz anderes?
00:13:12: Das Bild ist dabei kein Rätsel dass Eltern lösen müssen aber es kann einen Ausgangspunkt für ein Dialog sein und manchmal beginnt genau dort etwas das vorher noch keine Worte hatte.
00:13:32: Jetzt bietest du das Jahr für Geschwister herrs kranker Kinder an.
00:13:36: warum Oder was war deine Idee dahinter?
00:13:39: Warum profitieren jetzt ganz besonders die davon.
00:13:43: Tatsächlich war der Gedanke, dass eben diese Geschwisterkinder häufig so ein bisschen in den Hintergrund geraten gar nicht bewusst sondern einfach der Tatsache geschuldet das Herz-Krankekind beispielsweise sehr viel Aufmerksamkeit braucht oder natürlich auch zeitlich... mehr Zeit geschenkt bekommt gewissermaßen.
00:14:05: und wir gesagt haben, wie schaffen wir es denn das?
00:14:07: eben diese Geschwisterkinder auch mal die gleiche Aufmerksamkeit bekommen.
00:14:12: Und der schöne Zusatzpunkt von dem Ganzen war eigentlich dass wir dann gemerkt haben, dass auch der Ort hier im Herzzentrum dadurch positiv angereichert wird.
00:14:22: Also die Kinder sind am Ende gegangen und haben gesagt, wow Mama ich habe jetzt ein schönes Erlebnis gehabt an diesem Ort und ich kann irgendwie... Ich möchte wiederkommen!
00:14:32: Und das ist natürlich so einen Punkt den hatten wir erstmal gar nicht so im Kopf.
00:14:36: aber ein total schöner und wichtiger Zusatzaspekt eigentlich eben auch verschiedene Orte mit schönen Erfahrungen anreichern zu können.
00:14:47: Gibt es irgendeine Situationen, die du im Kopf hast in diesen Workshops wo du jetzt sagen würdest so wow das habe ich jetzt gar nicht erwartet.
00:14:53: oder da ist jetzt irgendwie was passiert was so über das Bild oder den Gegenstand was auch immer ihr gemacht hat wie hinausgeht?
00:15:01: Was total schön war, war dass eben auch Austausch stattgefunden hat untereinander zwischen den Mami's.
00:15:07: Zwischen den Kindern das in dem Fall jetzt diese Mutmonster am Ende miteinander gespielt haben und das sind so Sachen.
00:15:15: die kann man vorne weg natürlich nicht planen oder irgendwie kontrollieren sondern das entsteht dann ganz natürlich wenn irgendwo die Harmonie da ist und die Energie passt.
00:15:26: Ja, und zusätzlich natürlich eben diese individuellen Erfahrungen.
00:15:30: Und auch die Offenheit mit der Kinder sich auf sowas einlassen können.
00:15:34: also da bin ich dann wieder so bei dem Punkt in uns allen steckt eigentlich dieser kleine Künstler, der sich nur austoben und ausleben und spielen will und wir sollten auch als Erwachsene dem eigentlich häufiger mal Raum schenken.
00:15:48: jetzt Bietest du die Workshops ja vor allem für die Geschwisterkinder an, aber natürlich würden wahrscheinlich auch die herzkranken Kinder selbst davon profitieren.
00:15:57: Würde der Prozess in irgendeiner Art und Weise anders aussehen oder würdest du da anders rangehen?
00:16:03: Oder ist das im Prinzip immer das Gleiche?
00:16:05: Und würde das den betroffenen Kindern selbst auch helfen?
00:16:11: oder würdest du sagen siehst es vielleicht nicht als richtiges Medium
00:16:14: doch absolut.
00:16:15: Also wir haben auch überlegt, in Zukunft Workshops zusammenzumachen also für Geschwisterkinder und Kinder mit Eltern ohne Eltern je nach Alter weil das natürlich einfach eine andere Energie- und Dynamik.
00:16:28: dann hat vielleicht zu sagen wie können wir die Beziehung untereinander stärken und einfach ein richtig schönes Erlebnis zusammenschaffen?
00:16:36: oder ja vielleicht auch gemeinsam unsere Gefühle so ein bisschen offen leben und darüber sprechen oder gucken hey wie geht es dir?
00:16:42: Wie geht's mir da auch diesen sicheren Rahmen zu haben, einfach mal offen darüber zu kreieren oder zu sprechen?
00:16:50: im Endeffekt.
00:16:51: Also das steht auf jeden Fall auch an dass das passieren könnte.
00:16:58: Gabs Momente wo du dir dachtest, das übersteigt jetzt hier vielleicht so ein bisschen das was die Kunsttherapie leisten kann.
00:17:05: also an der Stelle braucht es dann vielleicht doch eine psychotherapeutische Begleitung.
00:17:11: Also ich weiß, du hast ja auch eine Psychologin dabei in den Workshubs.
00:17:16: Die Annika Freiberger.
00:17:17: mit der hatten wir auch schon ein Interview.
00:17:19: Ich fände links noch mal in den Shownord.
00:17:22: Genau aber gab es den Punkt wo du dachtest da würde ich vielleicht jetzt doch nochmal was anderes machen oder da müssten wir mehr in die Tiefe gehen?
00:17:31: Oder sind das einfach ganz unterschiedliche Bausteine die sich weniger überschneiden?
00:17:36: Ich sag immer, es ist kein Ersatz für klassische Psychotherapie und super wichtig bei entsprechenden Menschen beides zu machen.
00:17:46: Beziehungsweise auch so ein bisschen zu gucken was ist der richtige Ansatz?
00:17:49: Weil es gibt Menschen für die vielleicht die eine Therapie vorm Sinn voller und für andere Menschen ist die andere Therapie von sinnvoller.
00:17:57: Für manche braucht das irgendwie beides.
00:17:59: also dass ja Ich würde nie sagen, das ersetzt alles im Gegenteil.
00:18:04: Es ist eine schöne Ergänzung dazu und vielleicht auch einfach so ein anderes Setting was ein bisschen mehr Leichtigkeit hat und ein bisschen Mehr Ausdruck und weniger direkt total in die Tiefe gehen
00:18:15: muss.
00:18:16: Okay also es gab jetzt auch noch nichts wo du gesagt hast oh ich sehe da ist jetzt irgendwie Da müssen wir jetzt anders
00:18:23: rangehen.
00:18:25: Wenn uns jetzt jemand zuhört, was ich halt sehr hoffe.
00:18:29: Der die nicht aus dem Großraum München kommt weil wir natürlich alle Herzfamilien ansprechen möchten und sich aber auch denkt meinem Kind könnte das vielleicht gut tun kann Ich so etwas auch als Eltern anbieten?
00:18:44: Und wenn ja wie könnte es aussehen?
00:18:46: brauche ich dafür bestimmte Materialien Vorgaben Ideen ein bestimmtes Setting oder wie auch immer Was würdest du da
00:18:53: raten?
00:18:55: Also generell würde ich immer sagen, wenn man es jetzt für sich selbst zu Hause macht dann sollte es nicht total therapeutisch in die Tiefe gehen.
00:19:05: Einfach wenn man da nicht selber wirklich ausgebildet ist kann das natürlich auch Dinge hochtreten oder auslösen die dann zu viel sind.
00:19:15: Im leichteren Rahmen kann es aber total unterstützend sein und eigentlich eine schöne Routine zwischen Eltern und Kindern Familien zu sagen, beispielsweise wir kreieren ein Gefühls-Tagebuch wo wir immer abends unsere Materialien auspacken und es können ganz unterschiedliche sein.
00:19:33: Das dürfen Wasserfarben sein, Kreiden, Filzmarker vielleicht auch Tonfimo.
00:19:40: also auch ruhig mal in drei D denken in Stoffen in ganz anderen Materialien und einfach zu gucken intuitiv wie war mein Tag?
00:19:48: Wie fühle ich mich gerade.
00:19:50: was will vielleicht jetzt einfach gerade dargestellt werden und das muss ja gar nicht immer ein finales Bild sein.
00:19:56: Es kann einfach nur eine Form sein, es kann eine Farbe sein, ist kann eine riesige Farbfläche sein wo einfach wild drauf geklatscht wird und dann ist irgendwie diese Emotion mal raus und dass man dadurch quasi sagt okay wir geben dem kreativen Ausdrucks ein bisschen Raum und auch als Familie können wir vielleicht dann diese Dinge besprechen und einfach mal gemeinsam drauf schauen ob das jetzt so ein Gefühls-Tagebuch ist oder eine Sorgenbox, wo jeder seine Gedanken aufschreiben darf und die einfach an diese Box übergibt damit sie nicht mit in den Schlaf genommen werden müssen.
00:20:31: Eine Landschaft der Gefühle, eine Wetterdarstellung dass man sich auch kleine Themen vielleicht nimmt um visuell mit dem zu arbeiten was gerade da ist Das kann auf jeden Fall total die schön Routine sein oder auch ein Event mal am Wochenende.
00:20:51: Und wenn Eltern jetzt merken, das ist düster was mein Kind da ... Er schafft, weil es mag ja nicht immer.
00:21:04: Also da ist viel Traurigkeit oder Aggressives oder wie auch immer.
00:21:11: würdest du sagen das darf schon auch da sein und das ist irgendwie auch Sinn der Sache dass das rauskommt?
00:21:16: Oder würdest Da würde ich dann vielleicht doch mal ein Gespräch andenken.
00:21:22: Oder was wäre da der Punkt, wo du sagst an dem und dem Punkt, da kommt vielleicht
00:21:26: etwas hoch?
00:21:27: Was man alleine vielleicht nicht mehr stemmen kann oder an welchem Punkt macht es einfach Sinn jemandem mit einer fachlich fundierten Ausbildung drauf gucken zu lassen Und was ist einfach Sinn das Ganze auch dass eben diese Emotionen einmal rauskommen dürfen?
00:21:43: Ja, also ich glaube das ist genau der Punkt.
00:21:46: Wir versuchen immer dann direkt rein zu interpretieren und irgendwo so die Bedeutung zu haben Und Kinder haben das oft gar nicht so extrem dass sie jetzt sagen Ich habe ein dunkles Bild gemalt.
00:21:58: Das bedeutet, dass sich mich schlecht fühlt oder dass ich einen schwierigen Tag hatte.
00:22:02: Das heißt an dieser Stelle würde eigentlich das Kind erzählen lassen.
00:22:06: Also wirklich gemeinsam draufschauen und sagen, was kannst du sehen?
00:22:10: Was hast du da gemalt?
00:22:12: Was hat es vielleicht für dich zu bedeuten?
00:22:14: oder was fällt dir auf?
00:22:16: Und quasi den Stempel gar nicht selber daraufzusetzen sondern das Kind eigentlich erläutern zu lassen und eben auch zu sagen, etwas brauche ich vielleicht gerade dass dieses Bild heller wird oder dass andere Sachen passieren dürfen quasi hier so diese positive Richtung ein bisschen reinzugeben.
00:22:35: Wenn jetzt natürlich auffällt, dass da immer sehr tiefe Themen präsent sind und es dem Kind generell nicht gut geht dann ist natürlich unumgänglich irgendwo sich professionelle Unterstützung zu suchen.
00:22:50: Alternativ gibt es glaube ich Kunsttherapie auch in fast allen Städten, in Deutschland oder auch Europas.
00:22:58: Das heißt vielleicht ist das ja auch eine Option, dass man da einfach selber mal schaut, wenn das Thema spannend ist zu gucken ob es irgendwie Unterstützung gibt.
00:23:14: Ihr Lieben!
00:23:15: Eine kurze Werbung in eigener Sache dieser Podcast wird zu ein hundert Prozent von den Kinderherzen finanziert und ist damit nur eines von vielen Projekten mit dem sich die Stiftung für Forschung und Therapie für herzkranke Kinder und ihre Familien einsetzt.
00:23:28: Regionale Niederlassungen an drei großen deutschen Kinderherzzentren setzen sich auf verschiedenste Art und Weise dafür ein, das Leben herzkranker Kindern zu verbessern, zu verlängern – und Herzfehler in Zukunft noch besser behandeln zu können.
00:23:42: Um unseren Kindern weiterhin diese großartigen Chancen zu ermöglichen ist der Kinderherzenev neben dem Einsatz vieler Ärztinnen und Forschenden vor allem auf eines angewiesen – eure Spenden!
00:23:53: Wenn ihr also diesen Podcast gerne hört, er hilft.
00:23:56: Und ihr auch anderen Herzkindern und ihren Familien helfen möchtet, denkt doch wenn ihr das nächste Mal etwas Geld übrig habt oder ein Geburtstag ansteht und ihr nicht wisst was ihr schenken sollt – an eine Spende für die Kinderherzen!
00:24:07: Damit helft ihr nicht nur Kindern wie unseren, ihr könnt die Spende durch einen Spendenbeleg auch steuerlich absetzen.
00:24:13: Weitere Infos und einen Spendening findet ihr in unseren Shownotes oder unter www.kinderherzen.de.
00:24:32: Wahrscheinlich sehr viele Eltern, herzkranker Kinder das Gefühl sie müssten ihr Kind besonders fördern.
00:24:39: Weil oft gibt es ja dann auch Entwicklungsverzügerungen und irgendwie hat man ja schon wahrscheinlich das Bedürfnis sein Kind mit viel Input anzureichern.
00:24:52: Jetzt sollte die Kunsttherapie ja wahrscheinlich gerade das nicht.
00:24:55: Es soll eben kein weiteres Förderprojekt sein.
00:24:58: wie schafft man denn da die Abgrenzung zu sagen Da muss jetzt nichts passieren und da geht es auch nicht um die korrekte Stifthaltung.
00:25:07: Und dann geht's jetzt auch nicht ein besonderes Maß an Ausdauer- und Konzentrationen, sondern da darf einfach mal alles Raum haben.
00:25:15: Wie kann man sich selber vielleicht von lösen?
00:25:17: Daraus keine Förderstunde werden zu lassen!
00:25:21: keine Kunstschulstunde.
00:25:22: Genau, wir lernen ein perfektes Bild zu malen!
00:25:26: Ja ich glaube dieses Bewusstsein ist der erste Schritt dazu und es sich wirklich auch so ein bisschen darin zu üben, zu sagen Ich darf wieder spielerisch an die Sachen rangehen.
00:25:35: Mir hat zum Beispiel total geholfen dadurch dass ich eigentlich als Designerin auch arbeite Und groß geworden bin Abitur in Kunst gemacht habe immer alles perfekt umzusetzen.
00:25:48: Also ich kann malen und mir hat geholft eben nicht zu malen, sondern nur mit haptischen Materialien zu spielen.
00:25:55: Ich habe zum Beispiel ganz viel mit Naturmaterialien gemacht eine Zeit lang um mich so wirklich zu lösen von diesem perfekten Ergebnis und das hat mir extrem geholfen da mich step by step von zu löse und eben auch den Druck rauszunehmen Und ich glaube bei Kindern ist es generell leichter, weil häufig einfach noch nicht so viel geformt wurde und noch nicht sehr viel Erwartungshaltung da ist.
00:26:18: Diese Neugier- und Begeisterung für verschiedene Materialien oder für einen voll beladenen Tisch mit verschiedensten Stiften und Farben dann oft größer ist als dieses.
00:26:28: okay wie malig denn jetzt diese perfekte Sonne?
00:26:33: Ja, also da so ein bisschen lockerer anzugehen zu sagen okay es geht jetzt heute nicht darum dass wir ein schönes Bild fürs Wohnzimmer malen sondern wir haben vielleicht auch einfach eine Mappe die abgeschlossen wird und das ist unsere Gefühlsmappe.
00:26:46: Und da kommen die ganzen Bilder rein die wir so prozessorientiert gestalten und kreieren Und die Mappe wird zugemacht und ist dann auch verräumt.
00:26:57: Niemand hat das Gefühl, etwas leisten zu müssen oder jetzt ein schönes Bild was es wert ist an Yvonne zu hängen... ...zumalen!
00:27:06: Wenn trotzdem mal was Schönes bei rauskommt, dann ist es ja auch toll.
00:27:09: aber häufig steckt so viel Persönlichkeit und so viele Emotionen in diesen Gemälden- oder Kunstwerken drin
00:27:16: dass es
00:27:17: dann manchmal auch schön ist dem einen eigenen Rahmen eigentlich zu geben und eben nicht das Ausstellen zu müssen.
00:27:24: Ja, ich glaube die Tendenz ist ja da.
00:27:27: Wenn das Kinder etwas ganz Besonderes Schönes gemacht hat in den Anfangstrichen, dass so unseren ästhetischen Kriterien spricht, dass man das dann hinhängen möchte aber das würdest du jetzt speziell nicht empfehlen damit es eben in diesem therapeutischen Rahmen oder diesen Ausdrucksrahmen bleibt
00:27:43: würde ich sagen, generell.
00:27:46: wie gesagt wenn man jetzt sagt oh dieses Gemälde haben vielleicht meine Kinder alle zusammen kreiert und das bedeutet uns einfach total viel so diesen Moment auch festgehalten zu haben.
00:27:57: Und jetzt in unserem Wohnzimmer hinter der Sofa zu hängen dann ist es total schön.
00:28:01: also warum nicht?
00:28:03: Aber im Grunde sagt man ja es sollte ein bisschen irgendwie sicher verwahrt sein damit so ein bisschen abgeschlossen werden dieser Prozess.
00:28:16: Du arbeitest jetzt hier gerade schwerpunktmäßig ja mit Kindern, aber ich könnte mir vorstellen dass das auch für erwachsenen spannende Ansatz sein kann.
00:28:23: also egal ob man jetzt kürzlich eine belastende Situation hinter sich gebracht hat vielleicht eine längere Krankenhauszeit hatte oder viele Ängste viele Sorgen oder aber auch einfach nur den Ansatz interessant findet.
00:28:37: Ist da die herangehensweise eine andere, wenn man es für sich macht?
00:28:41: Oder würdest du sagen, das ist überhaupt sinnvoll, das für sich selbst zu machen?
00:28:48: Oder sitzt man dann am Ende auch da und denkt sich so, oh, da kam jetzt Dinge hoch!
00:28:53: Und wie kann ich jetzt nicht einordnen?
00:28:56: Was würdest Du da
00:28:56: sagen?"?
00:28:57: Ja, genau das.
00:28:59: Das war so ein bisschen der Punkt, den ich vorhin auch meinte.
00:29:01: Es ist eben schwer jetzt von extern zu sagen wie gut jemand damit umgehen kann und Ich vergleichte es ganz gerne mit Tagebuch schreiben.
00:29:09: im Endeffekt ist Dönnen Tagebuch schreiben ja auch Ein kreativer Ausdruck seine gefühle niederzuschreiben in Worte zu fassen.
00:29:17: Und Kunst ist vielleicht einfach eine andere Ansatz dass in Farben und Formen zu packen und wenn ich jetzt merke Da kommt was hoch, was ich alleine nicht gelöst bekomme oder wo ich mich unsicher damit fühle.
00:29:30: Dann immer externe Unterstützung suchen und vielleicht auch diesen geschützten Rahmen sich gönnen zu können und besuchen zu können kann manchmal ... ganz viel freisetzen, weil wir ja sowieso so häufig im Alltag funktionieren und gelernt haben alles perfekt zu machen und für alle da zu sein.
00:29:48: Und gerade wenn ich mich jetzt in diese Familien hineinversetze dann ist es natürlich doppelt- und dreifach ein Funktionieren und emotional auch stabil bleiben die meiste Zeit.
00:30:00: also Ja Ich glaube Es Ist immer schön Wenn man das irgendwo bei jemand anderem machen kann und da einfach so sein geschütztes Setting hat.
00:30:10: Und auch weiß, ich werde aufgefangen wenn irgendwas sein sollte aber im kleineren Rahmen.
00:30:15: wie gesagt ob man jetzt Gefühlszeugebücher macht oder Gedanken boxen lässt sich das zu Hause genau so umsetzen.
00:30:22: Okay
00:30:24: Wenn du jetzt Eltern Angehörigen welcher Art auch immer Herzkranker Menschen ein Impuls ein Gedanken eine eine Art Inspiration aus diesem Gespräch mitgeben wollen würdest.
00:30:39: Was wäre das?
00:30:40: Was würdest du so sagen, dass kann man sich mal vielleicht darüber nachdenken?
00:30:46: Ja also ich glaube mein Kernpunkt ist immer der wir müssen keine Künstler und Künstlerin sein um kreativ zu sein Und wir müssen auch nicht immer Worte für das finden was gerade präsent ist.
00:30:59: Vielleicht darf es eben eine andere Form annehmen und einen anderen kreativen Ausdruck finden.
00:31:05: Wobei Kreativität nicht bedeutet, dass es hübsch sein muss oder ästhetisch anzusehen.
00:31:12: Alles klar!
00:31:13: Ja vielen Dank für diese spannenden Einblicke.
00:31:16: und ja für alle die ans Herzzentrum München angeschlossen sind, posten wir den Link zu deinen Workshops natürlich in unsere Show notes.
00:31:24: da gibt's noch einige Herbsttermine und Wintertermine glaube ich gar
00:31:28: nicht mehr frei so drauf.
00:31:28: Genau im Winter und neuen Jahr sind neue Termine geplant.
00:31:32: Genau, da kann man sich jetzt schon anmelden.
00:31:36: Das ist immer noch überwiegend für die Geschwisterkinder, ne?
00:31:39: Ich stand jetzt ja...
00:31:41: Genau!
00:31:41: Da posten wir den Link zur Anmeldung auf jeden Fall in unsere Shownotes.
00:31:45: aber ich bin mir ganz sicher dass wir auch darüber hinaus mit dieser Folge ganz viele Menschen erreichen und inspirieren konnten.
00:31:52: Vielen Dank dafür!
00:31:53: Sehr gerne, danke fürs Einladen!
00:31:55: Danke,
00:31:56: tschüss!
00:32:02: Danke das du auch in dieser Podcast-Folge wieder reingehört hast.
00:32:06: Ich hoffe, sie hat dir gefallen und du konntest was draus mitnehmen.
00:32:09: Viele weitere Infos und Links zum Thema findest Du wie immer auch in unseren Shownotes!
00:32:13: Und wenn Du uns gerne hörst – was wir natürlich sehr hoffen -, dann abonniere uns doch gleich um in Zukunft keine Folge mehr zu verpassen.
00:32:20: Natürlich freuen wir uns über eine positive Bewertung auf Deiner Podcast-Plattform und wenn Du Uns teilst, empfiehlst und anderen Herzkindfamilien von uns erzählst Oder hast du vielleicht Fragen, Wünsche, Themenideen oder sonstige Anregungen?
00:32:33: Dann schick uns die gern an podcastatkinderherzen.de.
00:32:37: Schön dass du heute mit dabei warst.
00:32:39: Danke für deine Unterstützung und von Herzen Alles Liebe aus München.
00:32:43: Tschüss und bis zum nächsten Mal.
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